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Geisterradler bitte wenden

Geisterradler bitte wenden
Geisterradler bitte wenden
Tipps zur richtigen Nutzung von Radwegen - Fahren auf der linken Straßenseite ist eine häufige Unfallursache
KPB MI-LK / Ralf Steinmeyer

"Geisterradler bitte wenden", ist eine Aktion im Rahmen "Sicherer Radverkehr".

Bei dieser Aktion wird an ausgewählten Orten ein Piktogramm auf die Straße gesprüht. So sollen Radfahrer auf die richtige Radwegenutzung aufmerksam gemacht werden.

Hierbei handelt es sich um Kooperationsprojekt der Polizei Minden-Lübbecke und der Stadt Minden.

Aufgebracht wird die Kennzeichnung in Minden auf folgenden Radwegen:
• Kaiserstraße zwischen Wesertor und Bahnhof
• Stiftsallee zwischen Ringstraße und Hessenring
• Hahler Straße zwischen Ringstraße und Wittelsbacher Allee
• Königstraße zwischen Ringstraße und Preußenring

Es gibt viele Radwege, die benutzt werden dürfen oder benutzt werden müssen. Tipps dazu finden Sie auf der rechten Seite unter dem Stichwort "Wege für den Radverkehr".

Die Stadt Minden ist seit dem Jahr 1996 fahrradfreundliche Stadt in Nordrhein-Westfalen. Auch der Weserradweg ist ein von vielen „Radlern“ hoch frequentierter Fahrradweg. Dadurch bedingt ist das Fahrrad ein bedeutendes Verkehrsmittel im Mühlenkreis.

Dies spiegelt sich allerdings auch im Unfalllagebild im Kreis Minden-Lübbecke wieder:
• An fast einem Viertel (23,2%) aller Verkehrsunfälle sind Radfahrer beteiligt.
• Nach den Pkw-Insassen ist die Gruppe der Radfahrer mit 225 Personen die zweitgrößte Gruppe unter den verunglückten  Verkehrsteilnehmern.
• In Minden hatten die Radfahrer 2015 sogar einen Anteil von 38,6% (99 Personen) unter den Verunglückten. In den ersten zwei Monaten dieses Jahres verunglückten hier bereits 12 Radfahrer.
• Bei der Auswertung der Unfallursachen von Radfahrunfällen in Minden ist festzustellen, dass etwa 38 % der Unfälle durch Radfahrer und 62% durch Autofahrer (und andere Kraftfahrzeugführer) verursacht wurden.

Die Nutzung von Radwegen auf der linken Straßenseite ist eine häufige Unfallursache. Im Jahr 2015 wurde bei 13% aller Unfälle mit Radfahrerbeteiligung die Benutzung des falschen (linken) Radweges festgestellt. Hierbei hat sich allerdings ein positiver Trend der letzten beiden Jahre (2014 = 14% und 2013 = 13%) fortgesetzt. Im Jahr 2012 waren es noch 22% und in 2011 sogar 27% Unfälle mit falscher Radwegbenutzung.

Deshalb wird mit den aufgesprühten Geisterradler-Symbolen an die Radfahrer appelliert: „Geisterradler bitte wenden (dies hier ist nicht der richtige Radweg!)“.