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Polizeiliche Kriminalstatistik

Bild zeigt Titelseite der Kriminalstatistik
Polizeiliche Kriminalstatistik
Zahlen, Daten, Fakten zur Kriminalitätsentwicklung im Mühlenkreis
KPB MI-LK / Thomas Bensch

Polizeiliche Kriminalstatistik 2021 vorgestellt

Im Rahmen eines Pressegesprächs am 21. Februar stellten Behördenleiterin Anna Katharina Bölling, Abteilungsleiter Polizei Mathias Schmidt und Direktionsleiter Kriminalität, Benjamin Beutler, die Kriminalitätszahlen der Kreispolizeibehörde für das Jahr 2021 vor. Hierbei hob die Landrätin zunächst hervor, „dass im vergangenen Jahr die Gesamtzahl der erfassten Straftaten im Mühlenkreis um 100 auf insgesamt 14.076 Fälle gesunken ist. Dies bedeutet ein Minus von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wo wir noch einen leichten Anstieg vermelden mussten. Insgesamt liegen wir weiterhin deutlich unter dem Zehnjahresdurchschnitt von 15.279 Delikten sowie dem Höchststand von 17.091 Delikten im Jahr 2014.“

Aufklärungsquote

Sie liegt bei fast 60 Prozent (59,8%). Dies stellt einen Höchstwert im Vergleich der letzten 10 Jahre dar. So konnte die Anzahl der aufgeklärten Delikte gegenüber dem Vorjahr (7.705) um 714 auf nunmehr 8.419 Fälle gesteigert werden. „Das belegt, dass unsere Polizeibeschäftigten auch in den schwierigen Zeiten von Corona sehr gute Arbeit leisten“, resümierte Abteilungsleiter Polizei Mathias Schmidt. 

Wohnungseinbrüche

Auf dem Sektor der Wohnungseinbrüche weisen die Zahlen eine deutlich rückläufige Tendenz auf. Nachdem an dieser Stelle im vergangenen Jahr trotz der Pandemie noch einen Anstieg vermeldet wurde, sind die Fallzahlen 2021 kreisweit um 41 Prozent gesunken. In Zahlen ausgedrückt: Die Fälle sanken von 342 (2020) um 141 auf jetzt 201 Delikte. Dies stellt den niedrigsten Wert der letzten 10 Jahr dar. Zum Vergleich: 2015 galt es noch 721 und damit rund dreieinhalbfach so viele Fälle zu bearbeiten.

Diebstähle

Nachdem im Jahr 2020 noch 5.694 Diebstähle registriert wurden, sank die Zahl um 1.420 auf nunmehr 4.274 Delikte. Auch hier verzeichnen wir den niedrigsten Wert der vergangenen 10 Jahre. Zudem sanken in der Langzeitbetrachtung die Zahlen seit 2014 kontinuierlich. 
Insgesamt beträgt der Anteil der Diebstähle an der Gesamtkriminalität im Kreis rund 30 Prozent. Im Vorjahr betrug der Anteil noch 40 Prozent.

Rohheitsdelikte

Bei den Rohheitsdelikten ist leider eine Steigerung von 1.999 Fällen im Jahr 2020 auf nunmehr 2.798 Delikt zu verzeichnen. Hauptgrund ist die Zunahme von 15,57 Prozent bei den Körperverletzungsdelikten auf 1.544 (2020:1.336).
Erfreulich in diesem Deliktsfeld ist die Abnahme bei den Raubstraftaten. Hier verzeichnete man mit 114 Fällen eine Abnahme von 29 Taten (minus 20,29 Prozent).  

Kommunaler Vergleich der Fallzahlen

Die meisten Straftaten (5.143) wurden - wie auch in den Jahren zuvor (2020:5714) - in Minden verübt. Danach folgen mit Abstand die Städte Bad Oeynhausen mit 3.376 (2.394) und Porta Westfalica mit 1.473 (1.438) Taten.
Die wenigsten Straftaten wurden in den Gemeinden Stemwede mit 385 (313), in Preußisch Oldendorf mit 334 (436) und Hüllhorst mit 302 (251) registriert. Das in diesem Fall erfreuliche Schlusslicht bildet die Gemeinde Hille mit lediglich 275 Fällen (318).

Kriminalitätsbelastung gesunken

In Bezug auf die Kriminalitätsbelastung für 2021, also die Anzahl der registrierten Straftaten pro 100.000 Einwohner, liegt der Kreis Minden-Lübbecke mit 4.537 um 32 Fälle unter dem Vorjahresniveau. Noch 2016 hatte der Wert bei 5.146 gelegen. „So lässt sich heute festhalten, dass es sich in puncto Sicherheit - aus objektiver Sicht gut leben lässt“, so Landrätin Anna Katharina Bölling.

 

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